Kreativitätserziehung

Rudolf Seitz


Rudolf Seitz wurde am 26. November 1934 in München geboren. Er studierte an der Akademie der Bildenden Künste und an der Ludwig-Maximilians-Universität in München.

1974 - 1996 hatte er einen Lehrstuhl für Kunsterziehung und Kunstpflege an der Akademie der Bildenden Künste in München, er arbeitete über 30 Jahre mit Kindern und Jugendlichen, mit Eltern, Erzieherinnen und Lehrkräften.
Er betrieb langjährige Forschungsstudien im Bereich der bildnerisch-ästhetischen Elementarerziehung und gründete 1987 die „Schule der Phantasie“, deren Konzept er 1978 erarbeitet hatte. Die „Schule der Phantasie“ setzt dort an, wo die allgemeinbildende Schule eine Lücke hinterlassen hat, nämlich in der Förderung der Kreativität und der Phantasie.

Als Autor veröffentlichte er zahlreiche Bücher zum Thema ästhetische Elementarbildung.

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 Im Frühling 2001 verstarb Rudolf Seitz.      

Phantasie und Kreativität

Nur phantasievolle und kreative Menschen sind auch innovativ genug, um die Probleme der Zukunft zu lösen (R. Seitz). 

Kreatives Tun stellte einen wichtigen Beitrag zur Persönlichkeitsentwicklung und Lebensbewältigung dar. Die Möglichkeit, eigene Phantasien auszuleben, Selbstvertrauen und Geduld bei der Erschaffung von Kunstwerken zu erlernen, wirkt der starken Betonung des Kognitiven entgegen.





Kreativität braucht ein Klima, in dem sie Platz hat und willkommen ist, eine Umgebung, in der man sich etwas zutraut, keine Angst vor Blamage haben muss, weil alle neugierig sind auf Ideen und Einfälle und dazu beitragen, dass man Mut bekommt.

Phantasie bedeutet Ideen haben, träumen und entdecken dürfen. Kreativität heisst, die Ideen, Träume, Vorstellungen und Phantasien um zu setzten und sie Wirklichkeit werden zu lassen. Beim Malen, Spielen, Bauen und Werken geht es um die schöpferische Eigeninitiative und den Erfahrungsprozess.

In der Spiel- und Sprachwerkstatt haben die Kinder die Möglichkeit ihre Phantasie in einer positiven und anregenden Umgebung zu entfalten. Die Kinder setzen sie in Bildern, Farben, Figuren, "Architekturen", in Spielen, Erfindungen, Klängen, Geräuschen und kleinen Rollenspielen um. Dazu brauchen die Kinder Selbstvertrauen. Wir sprechen ihnen Mut zu, damit sie spontan und mit Zuversicht solche Farb-, Klang- und Klebeabenteuer anpacken können.
Jedes Kind hat Phantasie, ist neugierig und hat Freude an kreativen Tätigkeiten. Kreativität und Phantasie können nicht im Erwachsenenalter erlernt werden, sondern müssen im Kindesalter erhalten und gefördert werden.

Damit die Kinder ihre Kreativität erweitern können, bieten wir ihnen interessante Angebote, aus denen sie wählen können, vorbereitete Erfahrungsfelder, durch die die Kinder neugierig werden und eigene Ideen entwickeln können.

Der Weg ist wichtig, das Ergebnis bleibt offen!

Kreativitätserziehung

In einer reizvollen Umgebung wählt das Kind aus dem grossen Feld der Eindrücke ständig einige aus und bringt sie untereinander in Zusammenhänge, so kann es Erfahrungen machen, es kann seine Lern- und Denkfähigkeiten entwickeln.

    


Kreativität braucht Zeit, Spiel- und Experimentierbereitschaft, erfordert Neugier, Geduld, Zuneigung und Humor. Kreativitätsförderung bemüht sich, Kindern ihre Neugier zu erhalten und ihnen zu zeigen, wie sie diese gezielt nutzen können, um bestimmte Aufgaben zu lösen.


Die Experimentierhaltung zu bewahren ist uns ein grosses Anliegen, die Kinder sollen sich Fragen stellen und versuchen, selbst eine Lösung zu finden. Die Suchphase, die zu jedem kreativen Prozess gehört, ist eingeplant und soll den Kindern zu eigenen Erkenntnissen und Einsichten verhelfen.
Wenn Kinder experimentieren wollen, kennen wir Erwachsenen das Ergebnis meist im Voraus. Das birgt die Gefahr, dass wir unseren Kindern den Erfahrungsweg abkürzen wollen und Anweisungen geben: "Nimm gelb und blau, das ergibt grün..."

Oftmals fehlt uns die Geduld, auf die Lösung der Kinder zu warten.

Nur eigene Einsicht, Erkenntnis und Erfahrung, nicht äusserer Zwang, führen zur Autonomie der Person.

Mit den strukturierten Montessori-Tabletts, die meistens nur eine Lösung und Erkenntnis beinhalten, können die Kinder bei uns die Welt entdecken und ihre Gesetzmässigkeiten kennenlernen.

Eigene Ideen verwirklichen, der Phantasie freien Lauf lassen, die Welt mit allen Sinnen entdecken, dafür stehen die Tabletts im Sinne von Rudolf Seitz. Bei uns haben die Phantasie und Kreativität den gleichen Platz wie die kognitive Entwicklung. Wir bieten den Kindern immer wieder interessante Tabletts mit den unterschiedlichsten Materialien an, die sie nach ihrem eigenen Gutdünken verwenden können. 


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